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Projektwettbewerb zu Umbau und Erweiterung Sportplatz G. Combi in Meran (IT), 2007
in Zusammenarbeit mit Ulrich Stockhaus
2. Rang


Mehrstufiger Planungswettbewerb im offenen Verfahren
Auslober: Gemeinde Meran, Südtirol

Die zu sanierende denkmalgeschützte Tribüne, 1933 errichtet, ist in ihren Dimensionen vergleichsweise dezent, zeichnet sich jedoch durch ihr monumentales Eingangsportal aus, welches als starke urbanistische Geste gelesen werden kann. Hinter dieser Schaufassade verbirgt sich eine überraschend feingliedrige Stahlbetonkonstruktion.
Das Portal stellt nach wie vor der Hauptzugang zur Anlage dar. Um den Ort des Eintritts angemessen hervorzuheben, wird im Sinne von „Kunst am Bau“ am Portal ein Ornament in Form eines Endlosschriftzuges angebracht. Das aus historischen Überlieferungen übernommene Textbild wird durch eine moderne Typographie in die heutige Zeit übertragen und gibt abwechselnd in zwei Sprachen über das reichhaltige sportliche Angebot Auskunft. Das strenge Anordnen zerlegt die Begriffe in einzelne Buchstaben und lässt die beiden Sprachen ineinander fließen. Diese Idee steht auch sinnbildlich für den Teamgeist im Sport, bei dem Individuen mit unterschiedlicher Herkunft und vielfältigen Fähigkeiten sich zu einer leistungsstarken Gemeinschaft ergänzen.
Die Tribünenerweiterung nimmt die Fluchten des Hauptgebäudes auf, setzt sich vom Altbau jedoch eindeutig ab. Die statisch wirksame Ausfachung mit ihrer Ornamentik ermöglicht die grundsätzlichen Themen der bestehenden Straßenfassade weiterzuführen und verleiht dem Vorplatz eine zurückhaltende Festlichkeit.
Die besondere Disposition der Sportanlage mitten im städtischen Gefüge inspiriert zu einem neuen Verhältnis von Sportdarbietung und Publikum. In Anlehnung an die ortstypischen Laubengänge wird rund um das Sportfeld eine Vielfalt von ebenerdigen Aufenthaltsbereiche für die Zuschauer geschaffen und damit einen öffentlichen Erlebnisort geboten. Die physische Trennung von Publikum und Athleten ist dabei gewährleistet.